Rechtliche Anforderung:
Nach § 21 des WHG muss ein Benutzer, der mehr als 750 m3 Wasser pro Tag direkt oder indirekt in ein Gewässer einleitet einen Gewässerschutzbeauftragten bestellen.

Aufgaben:


Überwachen:
Umsetzung folgender gesetzlicher Vorschriften:

  • Wasserhaushaltsgesetz
  • Abwasserherkunftsverordnung
  • Indirekteinleiterverordnung
  • Abwasserabgabengesetz
  • Abwassersatzung der Kommune

Durchführen von Überwachungen nach folgenden Überwachungsplänen/-protokollen und Katastern:

  • Überwachungsplan/-protokoll Abwasser
  • Überwachungsplan/-protokoll Grundwasserentnahme
  • Anlagenkataster
  • Abwasserkataster
  • Wasserentnahmekataster

Mitteilen festgestellter Mängel (formlos) an den zuständigen Werksleiter und den Leiter der Umweltschutzabteilung.

Beraten:

  • Beraten der betrieblichen Fach- und Führungskräfte
  • Unterweisen der betroffenen Betriebsangehörigen und Mitarbeiter von Fremdfirmen
  • Hinwirken auf die Einführung umweltverträglicher Verfahren und Produkte
  • Mitwirken bei der Planung von Umweltschutzinvestitionen und –kosten

Berichten:
Erstellen eines

  • jährlichen Abwasserberichts an die zuständige Behörde
  • jährlichen Berichts an den Leiter der Umweltschutzabteilung; dieser fasst die Berichte der Beauftragten zu einem Bericht an die Geschäftsleitung zusammen

Führen eines

  • Abwassertagebuches, in das alle verwendeten Betriebs- und Hilfsstoffe eingetragen werden. Darüber hinaus wird eingetragen, wo die Erklärungen der Hersteller über Halogenfreiheit der Betriebs- und Hilfsstoffe abgelegt sind. Das Tagebuch dient dem Nachweis der Einleitungsmengen, der durchgeführten Kontrollen und dem Nachweis der Nichtverwendung von Halogenverbindungen.

Ist nach § 21 a des WHG ein Gewässerschutzbeauftragter zu bestellen, so kann dieser auch die Aufgaben und Pflichten eines Abfallbeauftragten nach diesem Gesetz wahrnehmen.